Beispielcharakter – M€t4L!nx, der Hacker

Ich habe für Savage Run einige Beispielcharaktere in der Vergangenheit geschrieben. Ich bin derzeit am durchsehen der Unterlagen und ebenso am Überarbeiten dieser da einige Beispielcharaktere in älteren Versionen von Savage Run geschrieben wurden und daher nicht mehr aktuell sind. Ich bin mit dem Hacker aber fertig. Die Beispielcharaktere bestehen immer aus einer kleinen Geschichte zur Einleitung des Charakters und was er so macht und dann seinen Charakterwerten. Tony hat damals sogar Bilder für die Charaktere angefertigt. Ihr findet den gesamten Beitrag bzw. den Beispielcharakter als Download weiter unten.


Hacker001

M€t4L!nx mit seinem Matrix-Alterego

Unter der Gewalt seines riesigen Zweihandhammers brach der Samurai endlich zusammen und hinterließ nur noch einen purpurnen Funkenregen der rasch erstarb, daraufhin begannen die Glocken des Tempels zu läuten, die Wachen waren gewarnt.
Als sich M€t4L!nx innerhalb der riesigen Tempelanlage nach der Bibliothek umsah erblickte er eine große hölzerne Doppelschwingtür. „Der Datenkern!“, sprach M€t4L!nx bedeutungsschwanger zu sich selbst und der hochgewachsene Krieger, gewandet in einer Plattenpanzerung, schritt auf die riesige Pforte zu.

Plötzlich traf ihn irgendwas am Rücken. Sein Schildprogramm meldete kritische Messdaten. Biofeedback wurde erzeugt und seine Nerven schrien vor schmerzen.

Er drehte sich um und erblickte einen weiteren Samurai, aber diesmal mit einer schwarzen Rüstung die alles Licht um ihr herum begann einzusaugen. „Dreck, schwarzes IC. Die Daten müssen wirklich einiges Wert sein.“, murmelte er nur.

Der Samurai holte zu einem weiteren Schlag aus, doch M€t4L!nx blockte den Angriff mit seinem Hammer. Die Kraft des Samurais war so überwältigend das er in die Knie ging und dabei die Steinplatten unter seinen Füssen anfingen zu brechen.

M€t4L!nx war bewusste das er den Kampf mit seinem nächsten Angriff beenden musste, einen längeren Kampf würde er gegen diese Art von Gegner nicht überleben. Er sprang mit einem großen Satz zurück und nahm den Zweihandhammer in die linke Hand. In seiner rechten materialisierte sich ein weiterer Zweihandhammer wie aus dem nichts. Sein virtueller Körper ächzte unter dem Gewicht der Waffen. Alles um ihm herum wurde mit einem mal schneller, weil er plötzlich langsamer wurde.

„Drecks ‚link“, presste er durch die Lippen.

Er sah wie der Samurai mit seinem riesigen Katana auf ihn zugestürmt kam und dabei den Boden erbeben ließ.

„HAMMERTIME!“

Der geschwärzte Samurai holte mit seinem Katana zum Schlag gegen M€t4L!nx aus, doch kurz bevor er die Möglichkeit hatte seinen Schlag zu vollenden trafen ihn beide Zweihandhämmer seitlich an Kopf und Brust. Der Schaden war für das Wächterprogramm zuviel, der Samurai zerstob zu einem Funkenregen der langsam zu Boden rieselte.

Sichtlich erleichtert setzte M€t4L!nx hastig seine weg fort und öffnete die Pforte. Dahinter befand sich ein riesiger schwebender halbtransparenter Kristall in dessen Zentrum mehrere Energieverwirbelungen zu erkennen waren die den Raum erhellten.

„Hrm… keine Bibliothek wie in der Beschreibung… sie müssen wohl die Metapher für den Datenkern geändert haben.“, grübelte M€t4L!nx unbeeindruckt. Er öffnete seinen Datenport in Form eines kleinen ledernden Geldbeutels und mit einem kurzen gleißenden Lichtstrahl, der vom großen Kristall ausging, füllte sich sein Geldbeutel mit kleinen Juwelen. Umso voller er wurde umso breiter wurde sein grinsen.

Plötzlich durchfuhr ihn ein brennen in seine rechte Körperhälfte. Sein virtueller rechter Arm fiel zu Boden und löste sich in 1 und 0 auf. Das Schildprogramm konnte den Angriff bei offener Verteidigung nicht abwenden, seine Lebenszeichen fielen in den roten Bereich.

Er griff sich verzweifelt mit seinem verbliebenen Arm an die Schläfe und zog in der realen Welt an dem Kabel seiner Datenbuchse. Mit einem Schmerz als würde man ihm bei lebendigem Leib die Wirbelsäule rausreißen, verließ er die Matrix und warf währenddessen noch einen Blick auf eine große Gestalt die Aussah wie ein Sensenmann.

Schmerzen durchzogen seinen Kopf. Er blickte sich um und es kam ihm so vor als würde er durch einen Dunstschleier sehen. Seine Wohnung war ein einziges Chaos, leere Pizzaschachteln lagen auf den dreckigen Teppichboden verstreut der schon sichtlich gelitten hatte. Es war stickig und roch nach Schweiß und Unrat.

Der hagere Hacker erhob sich von seinem Schreibtisch, seine rechte Körperhälfte fühlte sich seltsam Taub an. „Verdammtes Biofeedback.“, knirschte er.

Er schmeckte Blut. Er fasste sich ins Gesicht: „Hrmpf,.. Nasenbluten, hoffentlich nichts ernstes.“

M€t4L!nx begann die Daten auf seinem Kommlink zu prüfen: „Wenigstens scheint es sich gelohnt zu haben.“


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